Kaalaanala - Feuer des Todes
Der Tod ist das natürliche, unweigerliche Ende des menschlichen Lebens auf der Erde. Somit ist der Tod Teil des Lebens und ist untrennbar mit ihm verbunden.
Wie geht unsere Gesellschaft damit um?
Der Tod wird verdrängt. Der Gedanke an den eigenen Tod oder an den von
nahen Angehörigen wird weit weggeschoben, das Gespräch darüber
gescheut. In Krankenhäusern und Heimen finden Menschen oft keine würdige
Umgebung zum Sterben und werden sofort nach Eintritt des Todes "entsorgt".
Nach dem Tod erwartet die Seelen (je nach Glaubensrichtung) die Hölle,
das jüngste Gericht oder ewige Dunkelheit. Kein Wunder, daß der
Gedanke an den eigenen Tod ein ungutes Gefühl verursacht.
Was sagt Tantra zum Thema Tod?
Der Tod ist ein Übergang, ein Hinübergleiten in eine neue Bewußtseinsebene
der Seele. Im Moment des Todes ist tiefe Einsicht in die wesentlichen Zusammenhänge
der Welt und den wahren Charakter des menschlichen Seins möglich. Er
bietet die Chance des Wahrnehmens seiner Taten und des Auflösens dieses
Karmas. Die Seele ist unsterblich und eins mit der ganzen Existenz.
An diesem Wochenende werden wir ehrliche Rückschau halten auf unser
bisheriges Leben. Haben wir unsere Zeit auf der Erde zu unserer eigenen
Verwirklichung genutzt oder waren Kompromisse Teil unseres Lebens? Haben
wir Zeit verschenkt? Wir ziehen Bilanz und nehmen Abschied.
Verschiedene Meditationstechniken bringen die Möglichkeit unseres eigenen
Todes und den Übergang in eine neue Ebene nahe. Wir kommen bei unserer
Essenz an, beim Wesentlichen.
Das Wochenende schließt natürlich mit der Wiederkehr ins Leben - mit einem Ritual zur Erweckung der Sinne.
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